Katamaran "La Guagua", Softshackel, Tau-Schäkel

Nach 17 Jahren intensiven Segelns auf La Guagua sind wir mit Mitte / Ende sechzig in die Jahre gekommen. Nun ist es an der Zeit das Boot zu verkaufen und uns nach einer etwas geruhsameren Beschäftigung umzusehen.

La Guagua ist ein besonderes Boot (Yacht 3/2013) und hat uns in 17 Jahren gut 25.000 sm vorwiegend über die Ostsee nebst Kattegatt und Skagerrak gebracht. Wir haben sie über die Jahre stets sorgfältig gepflegt, im Laufe der Zeit auch eine Reihe von Verbesserungen vorgenommen und Verschleißteile ausgetauscht. Bei Fertigstellung wurde La Guagua auf Dm 200 Tsd. geschätzt und seither so versichert.

Konstruktion und Bau Sabine & Gun Wille, Fertigstellung 2000
Rümpfe und Traversen Epoxy-Glas-Airex Sandwich, starr miteinander verklebt
Trampolins enges Gittertuch grau, vorn (2017), achtern (2013)
Mast Nachdem wir 2002 im Englischen Kanal einen drehbaren Alu-Mast abgesegelt und durch einen neuen, besser verstagten, ersetzt hatten, haben wir diesen wiederum (diesmal ohne Bruch) 2012 gegen einen Kohlefasermast getauscht. Umlenkrollen im Masttop 100 mm Fredriksen mit Stahlkugeln, im Mastfuss Harken mit Gleitlagern.
stehendes Gut Vorstag und Wanten bestehen aus 6mm 1 * 19 Draht (2012), die Backstagen aus 5 mm Dyneema (2012). Alle Stahlschäkel im Mast sind HR von Wichard. Vorstag sowie der Umlenkblock für die Vorfall sind mit Dyneema Soft Shackels angeschlagen.
Großbaum Im Baum aus Kohlefaser (2015) befindet sich neben dem Unterliekstrecker die Talje für den 2. Gang der Großschot (1:15). Damit die Leinen für den 2. Gang ohne zu schamfilen in diesen eingeleitet werden können ist der Baum drehbar gelagert; die Verbindung zwischen Schothorn und dem 1. Gang der Großschot garantiert den korrekten Winkel. Die Übersetzung für den 1. Gang beträgt 1:5.
Segel Vor- ca. 18 m² und Großsegel ca. 31 m² Hood (2009) mit verjüngten Segellatten eigener Herstellung. Gennaker ca. 80 m² Tommy Sails (2013).
Traveller Da Vor- und Großschot über gebogene Travellerschienen geführt werden, wird die "Schotarbeit" beim Wenden und Halsen fast auf null reduziert.
Motor Yamaha FT9.9LEL (2018) mit AGM Starterbatterie. Der Motor wird beim Segeln aufgeholt und befindet sich dann im Motorkasten knapp einen Meter über Wasser. Dort sind auch der 12 l Tank sowie die Brennstoffvorräte untergebracht; auf der anderen Seite u.a. der Motor für das Schlauchboot.
Stromversorgung 2 Siemens Solar Panels je 55 WP, eine Batterie "Sonnenschein Solar S12/90A" (2017), Sinus-Wechselrichter 275 W, Starkstromsteckdosen in beiden Rümpfen.
Navigation In jedem Rumpf, VK Cockpit, befindet sich ein 75 mm Plastimo Magnetkompass. In die mittlere Seerelingsstütze der Hecktraverse ist die Anzeige des Echolots drehbar integriert, sodass sie von der jeweiligen "Steuerseite" abgelesen werden kann. Oben auf dieser Relingsstütze befindet sich auch dei Aufnahme für ein Garmin 72 GPS (zwei Ersatzgeräte älteren Datums befinden sich ebenfalls an Bord). Als Peilkompass dient ein Glas Steiner Commander III mit Garantie noch bis 2028.
Karten Wir haben alle Karten für die Seegebiete um Schweden und die deutsche Ostseeküste.
Ankergeschirr Als Hauptanker fahren wir einen 25 lb CQR mit ca 10 m 8 mm Kettenvorlauf und 50 m 16 mm Ankerleine, außerdem einen 10 kg Bruce mit etwa 6 m 8 mm Kettenvorlauf und 40 m Blei-Ankerleine. Außerdem sind Blei-Reitgewichte vorhanden.
zum Festmachen gibt es 5 oder 6 15 m 16 mm Leinen mit eingespleißten Augen sowie Leinenschonern aus Leder. Außerdem haben wir verschieden Ausrüstungsgegenstände, die das Festmachen auch an Bruchsteinen ermöglichen. Für den Schutz der Rümpfe sorgen 4 große Fender mit Fleece-Strümpfen.
"Sichtbarkeit" LED-Fahrtlampen (2018) Bb., Stb., Heck; aktiver Radarreflektor Rasmus Mk II
Schlauchboot Zodiac Cadet 285 mit 4 PS Yamaha Zweitakter
und sonst noch ... eine ganze Menge guter Leinen als Reserve sowie ein großes Sortiment an Werkzeug außerdem hinreichend Epoxy und Glas für mittlere Reparaturen -- bei uns sind bisher nur kleine notwendig geworden.

La Guagua ist nicht sehr komfortabel aber schnell; die bisherige Höchstgeschwindigkeit beträgt 20,7 kn. Dennoch ist sie für 2 Personen auch für längere Reisen (3 ½) Monate geeignet. Auch zu dritt ist es gut auszuhalten, da sie in jedem Rumpf zwei Kojen von gut 2 m Länge bei einer Schulterbreite von 0,8 m hat. Die vierte Koje verwenden wir normalerweise als Stauraum für Sperriges.

Gekocht wird auf einem zweiflammigen Optimus Petroleumkocher, der unter der Bb.-Vorderkoje gestaut ist wenn er nicht benutzt wird. Für Frischvorräte die der Kühlung bedürfen haben wir eine Kühlbox, die mit zwei 4 l Eisblöcken (Wasser in dünnen Plastikkanistern) gut für ca. eine Woche auf der Ostsee ist. Für haltbare Lebensmittel gibt es Stauraum ohne Ende. Abgewaschen wird in Plastikschüsseln auf dem Brückendeck. Unseren Frischwasservorrat stauen wir in 8 l Mineralwasserkanistern vor dem Motorkasten.

Als Toilette dient ein Plastikeimer nebst Klobrille oder, wo die Vorschriften das erfordern, eine Pumptoilette mit ca. 70 l Schmutzwassertank.

Da sich das Boot in einem sehr guten Zustand befindet, halten wir einen Preis von € 80 Tsd. für angemessen. Bei Fragen wenden Sie sich bitte per eMail an uns.

Sofern wir nicht unterwegs sind liegt das Boot beim Sakskøbing Bådelaug auf der Nordseite Lollands/Dänemark auf dem Liegeplatz eines Freundes, der möglicherweise gekauft werden kann. Sakskøbing liegt in einem schönen sehr geschützten Fjord und der Bådelaug ist ein Freihafen; dadurch wird die Benutzung anderer Freihäfen (etwa 200, vorwiegend in Dänemark, aber auch Deutschland, Norwegen und Schweden sehr billig ~ DKR 50 / Nacht) Die Fahrzeit von Hamburg nach Sakskøbing beträgt etwa 3 Std.

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